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Die Geschichte des „Plünnhock“

Als Heinrich von Martels, Rentmeister des Fürstbischofs von Münster im Amt Meppen, 1680 dem Bau seines neuen Wohnsitzes Schloss Dankern begann, fanden viele, überwiegend fremde Arbeitskräfte, eine Anstellung. Diese mussten in der äußerst dünnbesiedelten Gegend untergebracht werden. Sie fanden in einem Schafstall, auch „Hock“ genannt, direkt am alten Mersbach gelegen, Unterkunft.

Nach neunjähriger Bauzeit wurden alle Bau- und Zimmerleute sowie die aus Süddeutschland stammenden Steinmetze entlassen; selbstverständlich gehörten auch die im Hock untergebrachten Arbeitskräfte dazu. Diese hinterließen derartig viel Schmutz und alte abgetragene Kleidungsstücke, dass Herr von Martels diesen Stall, den Hock, mit den vielen „Plünnen“ (alte Kleidungsstücke) abbrennen ließ.

Erst Ende des 18. Jahrhunderts wurden an dieser Stelle, die im Volksmund nur der „Plünnenhock“ genannt wurde, der damaligen Arbeitsverfassung folgend, sechs Familien als Nebenerwerbslandwirte – früher unter den Namen Heuerleute bekannt – angesiedelt.

Im Laufe der Zeit wurde dann aus dem Plünnenhock der „Plünnhock“.